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15.09.2017

SBPV-News

Der SBPV fordert 2 Prozent mehr Lohn und Weiterbildungstage

Die Konjunkturprognosen der Schweizer Wirtschaft für 2018 sind weiterhin rosig. Im kommenden Jahr wird wieder eine positive Teuerung von bis zu 0.5% erwartet. Zudem zeigen die drastischen Sparmassnahmen in der Banken- und Versicherungsbranche Wirkung. Trotz grossem Margendruck weisen Banken erfreuliche Ergebnisse aus. Zeit also, diejenigen zu belohnen, die massgeblich unter den Sparmassnahmen wie Entlassungen, Outsourcing und Arbeitsintensivierungen gelitten haben: die Mitarbeitenden!

 

Diejenigen, die das Rad an Laufen halten, gehen aber leider oft leer aus. Die SBPV-Lohnumfrage zeigt, dass 72 Prozent der Befragten im letzten Jahr keine Lohnerhöhung erhalten haben. Zwar zeigt die Lohnumfrage 2017 insgesamt eine leicht steigende Lohn- und Bonuszufriedenheit, trotzdem stösst vielen Bankangestellten die Lohnpolitik der Banken sauer auf: So hat gut ein Drittel der Befragten einen Bonus von unter CHF 500 erhalten. Bemängelt wird auch, die Bonusverteilung sei intransparent. Daraus wachsen oft Unzufriedenheit und das Gefühl von Diskriminierung, beides keine guten Nährböden für ein gesundes Arbeitsklima.

 

Deshalb fordert der SBPV eine Lohnerhöhung von 2% die an mindestens 50% der Belegschaft verteilt wird. Die Lohnerhöhung kann auch zum Teil aus dem Bonustopf finanziert werden.

 

Die Digitalisierung und die Finanzmarktregulierung stellen immer höhere Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeitenden. Daraus erwachsen auch neue Ansprüche an die berufliche Weiterbildung. Diese steht aber immer noch zu wenig im Fokus des Personalmanagements – gerade in der Banken- und Versicherungsbranche. Wie die SBPV Lohnumfrage zeigt, hat lediglich ein Drittel der Mitarbeitenden im letzten Jahr eine berufliche Weiterbildung besuchen können.

 

Deshalb fordert der SBPV fünf bezahlte berufliche Weiterbildungstage für alle Angestellten.

 

 

Für weitere Informationen:
Denise Chervet, Geschäftsführerin SBPV, 079 40 892 40