Restrukturierung

Restrukturierung

Seine Rechte kennen und nutzen

Bei Restrukturierungen werden oft Arbeitsplätze im kleineren oder grösseren Ausmass abgebaut. Wenn 10% des Personals oder mehr als 30 Personen in einer Einrichtung mit 300 Angestellten entlassen werden, spricht man von einer Massenentlassung. Hierfür sieht das Obligationenrecht ein Konsultationsverfahren für Angestellte vor (siehe Download). Der SBPV unterstützt betroffene Bankangestellte und berät die Personalkommissionen.

Bei VAB unterstellte Banken (VAB Art 41) gilt folgendes:

Die betroffenen Angestellten, die Personalkommission und die Sozialpartner müssen frühzeitig informiert werden. Die Information muss umfassend sein und die Gründe, die zum Entscheid geführt haben, die kommenden Massnahmen, ihre Organisation und die zeitliche Abwicklung beinhalten. Die Banken müssen die Folgen solcher Massnahmen mit den Angestellten und den Sozialpartnern besprechen, und es müssen innerbetriebliche Verhandlungen über den Sozialplan mit der Personalkommission geführt werden. Fehlt eine Personalkommission, muss ein externer Sozialpartner konsultiert werden.

Bei Bank ohne VAB und Personalkommission:

In einer Bank, die nicht der VAB-unterstellt ist und keine Personalkommission hat, werden die Angestellten individuell konsultiert. In diesem Fall empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit dem Berufsverband (SBPV), damit ein Kollektivverfahren angestrebt werden kann. Die Erfahrung zeigt, dass individuelle Vorschläge kaum berücksichtigt werden, unter anderem weil kein Druck erzeugt werden kann und eine Personalkommission fehlt.

Konsultationsverfahren und Sozialplan

Bei einer Restrukturierung setzt sich der SBPV im Rahmen des Konsultationsverfahren für die Interessen der Bankangestellten ein, sofern sie dem SBPV das Mandat erteilen. Der SBPV empfiehlt seinen Mitgliedern, mit dem Zentral- oder Regionalsekretariat Kontakt aufzunehmen, sobald eine Massenentlassung angekündigt wird. Die Zeit spielt eine wichtige Rolle: Sozialplanverhandlungen sollten so schnell wie möglich aufgenommen werden.

Mitglieder können beim Zentralsekretariat per E-Mail eine Broschüre betreffend Restrukturierungen und Checkliste für Sozialplanverhandlungen bestellen.

Beiträge

  • Ende Juni 2016 wurde von Raiffeisen und Vontobel bekannt gegeben, dass deren Partnerschaft wieder vertieft werden soll. Teil der Vereinbarung war die Übernahme des Assetmanagements der Raiffeisen – Vescore – durch Vontobel. Um Vescore möglichst schnell gewinnbringend zu machen, wurden am 23. August 2016 Restrukturierungsmassnahmen angekündigt. Im Rahmen des angekündigten Stellenabbaus wurde ein Konsultationsverfahren eröffnet und ein freiwilliger Sozialplan angeboten.

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  • Der Schweizerische Bankpersonalverband SBPV hat die Fusion zwischen BSI und EFG zur Kenntnis genommen und hofft, dass damit die Zeiten der Unsicherheit für die BSI zu Ende sind. Leider ist noch nicht absehbar, welche Konsequenzen die Fusion für die Angestellten haben wird.

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  • Die Credit Suisse (CS) gab heute die beschleunigte Umsetzung des Kostensenkungsprogramms bekannt. Der Schweizerische Bankpersonalverband (SBPV) bedauert dieses Vorgehen. Für ihn ist zentral, dass der Personalabbau sozialverträglich und wie im letzten Jahr angekündigt über die natürliche Fluktuation erfolgt. Der SBPV fordert die CS auf, Mitarbeitende transparent über die geplanten Massnahmen zu informieren. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, geeignete Vorschläge zur Vermeidung von Entlassungen einzubringen.

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  • Swisscanto und die Sozialpartner haben sich nach intensiven Verhandlungen auf einen Sozialplan geeinigt. Der Sozialplan sieht ausgedehnte Kündigungsfristen und Massnahmen zur Stärkung der Arbeitsmarktfähigkeit vor. Der Bankpersonalverband und der Kaufmännische Verband Schweiz führten die Verhandlungen gemeinsam mit Mitarbeitervertretern.

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  • Der von der Julius Bär Gruppe kommunizierte Stellenabbau von 200 Mitarbeitenden anlässlich der Präsentation des Jahresabschlusses 2014 ist für den Schweizerischen Bankpersonalverband und den Kaufmännischen Verband nicht nachvollziehbar. Sie fordern von der Bank schnellstmöglich konkrete Informationen über den Umfang der Restrukturierungsmassnahmen und erwarten, als Mitunterzeichnende des Sozialplans in die Umsetzung miteinbezogen zu werden.

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  • Der Finanzsektor steht vor grossen Herausforderungen. Verschiedenste Faktoren wie das Tiefzinsumfeld, der generelle Margendruck, der automatische Informationsaustausch, die dichte Regulierung und vor allem auch die Digitalisierung bewirken eine anhaltende und weitreichende Umwandlung des Finanzsektors.

    Die Digitalisierung ist kein neuer Begriff in der Finanzbranche. Die digitale Revolution steht aber erst am Anfang. Die neuen Technologien werden die Banken und das Finanzgeschäft stark verändern und sich spürbar auf den Arbeitsmarkt auswirken, und zwar in Bezug auf die erforderlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden wie auch die Anzahl und die Qualität der Stellen.

    Der SBPV setzt sich ein für einen nachhaltigen Finanzplatz im Dienste der Gesellschaft, einen Finanzplatz mit sicheren, anständigen und interessanten Arbeitsstellen. Er unterstützt dabei insbesondere die Personalkommissionen und Bankangestellten bei Restrukturierungen, damit diese sozialverträglich umgesetzt werden.

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  • Der Schweizerischen Bankpersonalverband SBPV pflegt regelmässigen Kontakt mit dem Personal von BSI und EFG sowie mit den Verantwortlichen dieser Banken. Die heute von EFG veröffentliche Meldung, dass 300 bis 450 Stellen über die nächsten drei Jahre abgebaut werden – die Mehrheit davon in der Schweiz – ist ein neuer Schlag für die Angestellten von EFG.

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  • Die BSI-Angestellten mussten die letzten Monate viele schlechte Neuigkeiten ertragen. Würdig und entschlossen stellten sie sich den Problemen mit Hilfe der Personalkommission und des SBPV-Regionalsekretariats im Tessin. Am 16. Juni 2016 trafen sich mehr als 700 Angestellte gleichzeitig in Zürich, Genf und Zürich zu einer Personalversammlung. Sie hiessen eine Resolution gut, die von den Verantwortlichen der EFG und BSI verlangt, sich für die Erhaltung des BSI-Standorts Lugano mit einem Maximum an Arbeitsplätzen und die Verhandlung eines Sozialplans einzusetzen.

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  • Steuerabkommen mit ausländischen Staaten, neue Bankvorschriften, automatischer Informationsaustausch, starker Franken und niedrige Zinssätze: Der Schweizer Finanzplatz steht mächtig unter Druck. Jede Bank definiert ihre eigene Strategie, wie sie diesen Herausforderungen begegnen will. Egal ob Total- oder Teilverkauf, Outsourcing, Rückzug aus gewissen Märkten, Betriebsschliessungen, Digitalisierung: Die Entscheide wirken sich immer auf das Personal aus. In den letzten Monaten intervenierte der SBPV diesbezüglich bei zahlreichen Instituten und verhandelte in mehreren Banken Sozialpläne (Standard Chartered Bank - Juli 2014, BSI – Oktober 2014, Julius Bär – Dezember 2014, Swisscanto – April 2015, HSBC – Juni 2015). Auf Anfrage begleitete oder beriet der SBPV auch Personalkommissionen in den Verhandlungen (z.B. Basler Kantonalbank). Aktuell finden in verschiedenen Banken Verhandlungen statt. Wie ein guter Sozialplan verhandelt wird, basiert auf diesen Erfahrungswerten. Hier einige Prinzipien.

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  • HSBC Private Bank (Suisse) SA und der Schweizerische Bankenpersonalverband (SBPV) haben am Dienstag, 4. Juni 2015 einen Sozialplan unterschrieben, welcher die Konditionen im Falle von wirtschaftlichen Kündigungen definiert. Die Verhandlungen erstreckten sich über mehrere Monate, wobei die Hauptversammlungen der HSBC Mitarbeiterschaft von letztem Mai in Zürich und Genf, die Verhandlungsresultate schliesslich einstimming guthiessen. Aufgrund der Verhandlungen konnten die von der Bank in den letzten Jahren gewährten Kündigungs- und Abgangsbedingungn zu Gunsten der Mitarbeiterschaft insgesamt herheblich verbessert werden.

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  • Seit dem 1. Januar 2014, gilt in der Schweiz eine Sozialplanpflicht in Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten, die mindesten 30 Leute entlassen wollen. Falls es zu keiner Einigung über einen Sozialplan kommt, kann ein Schiedsgericht einberufen werden der einen verbindlichen Sozialplan festlegt.

    Wer verhandelt der Sozialplan mit dem Arbeitgeber? Ansprechpartner sind zuerst die internen Personalkommissionen, die das Recht haben einen Personalverband wie der SBPV beizuziehen. Wenn es keine Personalkommission gibt, kann ein Gesamtarbeitsvertrag GAV vorsehen, dass die unterschreibenden Arbeitnehmerverbände in diesem Fall zum Zuge kommen, wie es die Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) vorschreibt. Die Unternehmen ohne Personalkommission oder GAV haben ein Problem. Sie brauchen einen glaubwürdigen Ansprechpartner der vom Personal anerkannt ist und fähig ist einen Sozialplan zu verhandeln, der vom Personal angenommen wird. Dieser wird letztendlich der Sozialplan annehmen oder nicht!

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  • Die eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA hat am 19. September 2014, 8 Uhr, gegen die Privatbank Espirito Santo das Konkursverfahren eröffnet. Im Konkursfall sind Angestellte mit noch grösseren Schwierigkeiten konfrontiert als bei einer Massenentlassung. In diesen Momenten ist die Unterstützung eines Personalverbandes wie die des SBPV unentbehrlich.

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  • Welch eine Genugtuung, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter es verstehen, zusammenzuarbeiten, um ein zufrieden stellendes Ergebnis für alle Beteiligten zu erzielen. So geschehen bei der BSI, einer Bank mit Sitz in Lugano.

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  • Die Standard Chartered Bank hat bekannt gegeben, ihre Filiale in der Schweiz im Jahre 2015 zu schliessen. Auch wenn die Bank der Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen der Bankangestellten (VAB) nicht unterstellt war, baten die Angestellten den SBPV um Hilfe. Sie erteilten dem SBPV an einer von der Mehrheit des Personals besuchten Personalversammlung offiziell das Mandat, sie zu vertreten und einen Sozialplan mit der Bank zu verhandeln.

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  • Rund siebzig Angestellte von HSBC wechseln zur LGT.

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